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Selbstfürsorge  ·  ca. 2 Min Lesen

Egoismus ist eine Stärke und keine Schwäche

Selbstfürsorge als Voraussetzung, für andere wirklich da zu sein

Stiller Blick über den Bodensee
Stille am Bodensee

Viele Menschen sind es gewohnt, zuerst an andere zu denken. Sie kümmern sich um ihre Familie, unterstützen Kolleginnen und Kollegen, erfüllen Erwartungen und versuchen, auch in herausfordernden Situationen zuverlässig zu bleiben. Die eigenen Bedürfnisse rücken dabei schnell in den Hintergrund.

Doch wer dauerhaft für andere da sein möchte, muss auch sich selbst im Blick behalten.

Eine Mittagspause am Arbeitsplatz ist häufig keine wirkliche Pause. Während wir essen, beantworten wir noch schnell eine E-Mail, führen ein Telefonat oder denken bereits über die nächsten Aufgaben nach. Der Körper sitzt vielleicht still – doch innerlich bleiben wir angespannt und in Bereitschaft.

Eine echte Pause bedeutet, den Arbeitsplatz bewusst zu verlassen. Kurz nach draußen zu gehen. In Ruhe zu essen. Tief durchzuatmen. Für einige Minuten nichts leisten und nichts entscheiden zu müssen. Dadurch bekommt unser gesamtes System die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu schöpfen.

Selbstfürsorge ist kein Egoismus. Sie bedeutet nicht, dass uns andere Menschen gleichgültig sind. Im Gegenteil: Wer gut für sich selbst sorgt, kann anderen aufmerksamer, geduldiger und authentischer begegnen.

Wenn wir unsere eigenen Grenzen dauerhaft übergehen, werden wir müde, gereizt oder innerlich leer. Oft merken wir es erst spät. Wir funktionieren weiter, obwohl die Verbindung zu uns selbst längst leiser geworden ist.

Selbstfürsorge beginnt deshalb mit einer ehrlichen Frage:

Was brauche ich gerade wirklich?

Vielleicht eine Pause, ein klares Nein. Ein Moment der Stille, Bewegung, frische Luft oder ein Gespräch. Manchmal bedeutet Selbstfürsorge auch, nicht sofort auf jede Erwartung zu reagieren und die eigenen Grenzen liebevoll ernst zu nehmen.

Wir müssen nicht erst vollkommen erschöpft sein, bevor wir uns Ruhe erlauben. Pausen sind keine Belohnung für erbrachte Leistung. Sie sind ein natürlicher Bestandteil eines gesunden und bewussten Lebens.

Wer sich selbst Raum gibt, kann auch für andere einen Raum öffnen. Wer die eigenen Bedürfnisse wahrnimmt, begegnet seinem Umfeld klarer und präsenter. Und wer rechtzeitig neue Kraft schöpft, muss nicht darauf warten, bis Körper und Seele eine Pause erzwingen.

Vielleicht beginnt Selbstfürsorge heute ganz einfach damit, die Mittagspause wieder zu dem zu machen, was sie eigentlich sein darf:

Eine Unterbrechung. Ein Durchatmen. Ein kleiner Moment, der nur dir gehört.

Stefan Pons · Klangraum Bodensee

Wenn dich das erreicht hat

Eine erste Klangmassage lädt dazu ein,
sich selbst neu zu begegnen.

Mein Weg zurück zu mir hat mit einem einzigen Klang begonnen. Schreibe mir gerne, was gerade da ist bei dir und bewegt werden möchte.

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